Fehlerspeichereintrag B7F8C3 nach dem Austausch des originalen BMW-CID
Nach dem Austausch des original BMW Control Information Display (CID) gegen einen Android oder einen Linux Touchscreen kann ein entsprechender Eintrag im Fehlerspeicher der Headunit erscheinen:
B7F8C3 – Verbindung HEADUNIT zum CID, keine Kommunikation
Warum entsteht dieser Fehlerspeichereintrag?
Der Grund für diesen Eintrag ist zunächst einfach: Das originale BMW-CID wurde im Rahmen der Umrüstung durch den Android bzw. den Linux Touchscreen ersetzt.
Die BMW-Headunit erwartet weiterhin die Kommunikation mit dem ursprünglich verbauten CID. Da dieses nach der Umrüstung nicht mehr vorhanden ist, erkennt die Headunit die fehlende Kommunikation und legt den entsprechenden Fehler im Fehlerspeicher ab.
Der Fehlerspeichereintrag bedeutet daher nicht automatisch, dass ein Defekt an der Headunit oder am Fahrzeug vorliegt. Er kann vielmehr die direkte Folge davon sein, dass das originale Display nicht mehr mit der Headunit kommuniziert.
Was bedeutet das für die Hauptuntersuchung?
Bei der Hauptuntersuchung kann ein Prüfer den Fehlerspeicher auslesen und den Eintrag entsprechend hinterfragen.
Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen einem fehlenden bzw. nicht kommunizierenden Infotainment-Display und einem Fehler in einem sicherheitsrelevanten Fahrzeug- oder Assistenzsystem.
Das Control Information Display (CID) ist kein in § 22a StVZO aufgeführtes Fahrzeugteil, für das nach dieser Vorschrift eine Bauartgenehmigung vorgeschrieben ist.
Der Fehlerspeichereintrag B7F8C3 beschreibt die fehlende Kommunikation zwischen Headunit und CID. Er weist für sich genommen nicht auf einen Ausfall von Bremsen, Lenkung, Beleuchtung oder einer anderen unmittelbar für die Verkehrssicherheit erforderlichen Fahrzeugfunktion hin.
Unser Hinweis für die Hauptuntersuchung
Sollte der Fehlerspeicher bei einer Hauptuntersuchung ausgelesen werden, empfehlen wir, den Prüfer darauf hinzuweisen, dass das originale CID im Rahmen der Nachrüstung des Android-Touchscreens entfernt wurde und der Eintrag B7F8C3 deshalb systembedingt entstehen kann.
Die Bewertung eines solchen Fehlers im Rahmen der Hauptuntersuchung obliegt letztlich dem zuständigen Prüfingenieur bzw. Sachverständigen.